Raum für den Glauben

Unsere Kirchen

HERR, ich habe lieb die Stätte deines Hauses
und den Ort, da deine Ehre wohnt
Psalm 26,8

St. Ulrich zum Heiligen Kreuz in Bubenheim

Die Kirche St. Ulrich zum Heiligen Kreuz (kurz: Heilig-Kreuz-Kirche) liegt innerhalb einer Friedhofsummauerung an erhöhter Stelle im Ort. 1749 wurde die Kirche unter Verwendung älterer Bauteile und unter Einbezug des Turms aus dem späten 17. Jahrhundert neu errichtet. Eine Inschriftentafel berichtet von einer „Verschönerung“ des Innenraumes 1863. Seine jüngste Renovierung 1986 brachte die Wiederherstellung des barocken Raumcharakters mit seiner weitgehend ursprünglich erhaltenen Ausstattung. Zwischen dem dreiachsigen Langhaus und dem Turm sitzt der etwas eingezogene, annähernd halbkreisförmig angelegte Altarraum. Im Westen ist eine eingezogene Raumerweiterung mit der Emporentreppe angefügt. Lisenen gliedern Kirchenschiff und Turm, an der Südseite des Langhauses gibt es hohe, rundbogige Fenster, an der Nordseite über Emporenhöhe ansetzende, querovale Fenster. Das Hauptportal an der Südseite sitzt in einer flachen Wandvorlage.

Der Innenraum ist als Saal mit Flachdecke und halbrundem Abschluss im Altarbereich gestaltet. Es gibt einen Kanzelaltar, und an drei Seiten des Schiffes verlaufen Emporen. Am östlichen Rand der Nordempore wurde ein kastenförmiger Herrschaftsstand angesetzt, der Aufgang, der früher von außen direkt in die Loge führte, bei einer früheren Renovierung entfernt. Zur einheitlichen barocken Erscheinung des Altarbereiches tragen Taufstein, seitliches Gestühl und zwei Einzelsitze bei.

Der Kanzelaltar besteht aus einem einfachen Blockaltar, der seitlich von zwei rechteckigen Türöffnungen flankiert wird, und einer Kanzel, die auf einer Predella mit Weinrankendekor lagert. Ihren Polygonalen Korpus ziert an den Kanten vergoldetes Blattwerk, den Schalldeckel bekrönt ein Kreuz. Das Deckenbild zeigt die Himmelfahrt Christi und könnte in seiner Anlage bereits aus der Bauzeit stammen, wurde aber 1873 neu gestaltet.

Christuskirche in Wettelsheim

Diese Kirche befindet sich in der Dorfmitte von Wettelsheim.

Sie wurde in den Jahren 1756/57 von Johann innerhalb der Ummauerung des ehemaligen wülzburgischen Amthofes an Stelle einer alten Marienkapelle errichtet. Die Entwürfe für den Bau stammen vom markgräflich-ansbachischen Landbauinspektor Johann David Steingruber. Auch wenn dieser häufig einen Quersaal als Alternativentwurf bei seinen vielzähligen Kirchenplanungen vorgesehen hatte, ist dieser Bau einer der ganz wenigen, der tatsächlich quergerichtet erstellt wurde. Hier mag wohl die beengte Situation im ehemaligen Amthofes, bei gleichzeitigem Wunsch, den alten Turm in großen Teilen zu erhalten, dafür ausschlaggebend gewesen sein, dass die sparsame ansbachische Verwaltung der teureren Querkirche den Vorzug gab. 1866 musste der Turm wegen Baufälligkeit nach Plänen von Gustav Renner, Gunzenhausen, neu errichtet werden. Neuere Restaurierungen an der Kirche erfolgten 1965 und 1982 bis 1986.
Dem quergerichteten Saal sind jeweils mittig an der Westseite der Turm und östliche der polygonale Anbau für Sakristei und Orgelempore angefügt.

Martinskirche in Wettelsheim

Die Martinskirche wird hauptsächlich als Friedhofskirche genutzt.

Die Ursprünge einer christlichen Gemeinde in Wettelsheim gehen wohl – ausgehend vom Kloster Heidenheim – zurück bis zur Zeit Karls des Großen Ende des 8. Jahrhunderts.
Bischof Gundekar II von Eichstätt weiht im Jahre 1058 eine „ecclesia (Kirche) zu Uuetelesheim“.

1254 geht durch eine Schenkung des Eichstätter Bischofs Heinrich die dem Heiligen Martin, Nicolaus und Leonhard geweihte Kirche an das Kloster Wülzburg über.
Die jetzige Martinskirche entsteht im 15. Jahrhundert: 1426 gewährt Kardinal Ursini Ablass allen, welche die Kirche besuchen oder zum Bau beitragen (Wahrscheinlich wurde an den bestehenden Chor ein Langhaus angebaut).
Der letzte Abt des Klosters Wülzburg, Veit von Gebsattel, stiftet um 1515 den von Sebastian Dayg in Nördlingen gestalteten spätgotischen Flügelaltar.
Mit dem Beginn der Reformation fällt das Kloster Wülzburg – und damit auch die Martinskirche in Wettelsheim – dem Markgrafen von Ansbach zu.

Markgraf Georg der Fromme führt 1528 die Reformation ein und gebietet, überall das Wort Gottes lauter und rein zu lehren. Der hiesige Pfarrer kommt dem nur sehr widerwillig nach.
Als erster evangelisch-lutherischer Pfarrer in Wettelsheim wird ab 1548 Georg Kolmann genannt; in seiner über 40-jährigen Amtszeit wird das älteste Wettelsheimer Kirchenbuch begonnen.

Besondere Bedeutung erlangt die Martinskirche im 17. Jahrhundert durch das Adelsgeschlecht der von Leubelfing.
Johann von Leubelfing ist Besitzer des Rittergutes Falbenthal und Vater des berühmt gewordenen August von Leubelfing, der als „Gustav Adolfs Page“ – dem protestantischen Schwedenkönig treu ergeben – 1632 mit ihm in der Schlacht bei Lützen fällt.
Im Jahr 1648 wird Johann von Leubelfing in einer Gruft im Altarraum der Kirche beigesetzt. In zwei weiteren Grüften werden ebenfalls Mitglieder der Adelsfamilie bestattet. Noch heute zeugen die Epitaphe von dieser Epoche.
Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, wird die Kirche im Jahr 1656, restauriert. Nach dem Bau der Christuskirche 1756/57 im Wettelsheimer Amthof dient die Martinskirche vorwiegend als Friedhofskirche.
In der Amtszeit von Pfarrer Buchrucker (1897 – 1915) wurde die Martinskirche restauriert und 1898 von der Öttinger Orgelbaufirma Steinmeyer eine neue Orgel eingebaut.

Gewölbefresko in der MartinskircheBei der Renovierung anlässlich des 900-jährigen Bestehens der Kirche entdeckt man 1958 im Deckengewölbe des Chorraumes Fresken aus der Entstehungszeit. Auch der Altar und die Orgel werden restauriert.
Bis 1974 wird die Kirche auch von den Katholiken der Gemeinde Markt Berolzheim/Wettelsheim als Gottesdienstraum genutzt. Danach beginnt die dringend notwendige Renovierung der Nordwand, des Dachstuhls und des Turmes; der Altar wird gereinigt und instand gesetzt. Dabei erbringt die Gemeinde beispielhafte Eigenleistungen.
Ebenso 1979/80: Der gesamte Außenbereich wird saniert und das Kirchenschiff neu gedeckt. Im Inneren wird ab 1983 der Fußboden erneuert, die Kanzeltreppe neu belegt, der Kirchenraum und alle Gedenktafeln farblich neu gestaltet.
Eine neue Heizung und Beleuchtung ermöglichen seit der Wiedereinweihung am Martinstag 1984 nicht nur Gottesdienste bei Beerdigungen; auch Taufen und Hochzeiten, Sakramentsgottesdienste, die Osternacht und andere Sondergottesdienste werden in dieser schönen Kirche gefeiert.

Eine besondere Konstbarkeit ist der dreiflügelige spätgotische Altar in der Kirche. Dieser wurde 1515 von dem Nördlinger Künstler Sebastian Dayg geschaffen. Der Mittelschrein zeigt den Namensgeber der Kirche, den Heiligen Martin; links Stephanus, rechts Benedikt.

Auf dem linken Altarflügel ist Johannes der Täufer, auf dem rechten der Heilige Georg dargestellt. Im Altarsockel ist links Papst Leo X. (1513 – 1521), rechts der Stifter des Altars, Veit von Gebsattel abgebildet. In der Mitte eine Pietà (Maria mit dem Leichnam Christi).

 

Gemeindehaus

Die Gruppen und Kreise der Kirchengemeinden treffen sich im Lutherhaus, in dem auch unsere Kindertagesstätte untergebracht ist. Auch andere Veranstaltungen der Kirchengemeinden finden hier statt.

Lutherhaus Wettelsheim
Friedhofweg 6 | 91757 Treuchtlingen

Hausordnung

Wir wünschen uns, dass sich alle Gemeindeglieder in unseren Räumen wohl fühlen!

Deshalb sollten nach allen Veranstaltungen und Treffen die Räume besenrein wieder verlassen werden und die Tische und Stühle, falls sie umgestellt wurden, wieder in die Grundstellung gebracht werden. Falls Geschirr benutzt wurde, bitten wir, dies auch wieder abzuspülen und das Geschirr wieder in die Schränke zu stellen.

In der Küche stehen Getränke bereit, die bitte in der „Vertrauenskasse“ bezahlt werden.

Wir bitten darum, im Winter die Heizung nach Beendigung der Veranstaltung auf „1“ zurückzudrehen und darauf zu achten, dass alle Lichter ausgeschaltet sind (auch in den Toiletten).

Vermietung

Wenn Sie den Gemeindesaal im Lutherhaus für eine Familienfeier mieten möchten, setzen Sie sich bitte mit dem Pfarramt in Verbindung

 

Friedhöfe

Die Friedhöfe in Bubenheim und Wettelsheim gehören den Kirchengemeinden und stehen unter der Verwaltung des Pfarramts.

In Wettelsheim obliegt der Grabaushub und die Durchführung einer Bestattung dem
Bestattungsinstitut Humanitas, Treuchtlingen: Telefon 09142 3623

In Bubenheim obliegt der Grabaushub und die Durchführung einer Bestattung dem
Bestattungsinstitut Schöner, Langenaltheim: Telefon 09145 1694.

Für alle anderen Leistungen können Sie ein Bestattungsinstitut Ihrer Wahl beauftragen.

In beiden Friedhöfen beträgt die Ruhezeit 30 Jahre, bei einem Urnengrab 20 Jahre. Nach Ablauf der Ruhezeit werden die Grabnutzungsberechtigten vom Pfarramt angeschrieben. Es besteht die Möglichkeit, die Grabstätte für weitere 5, 10 oder 30 Jahre zu kaufen.

In Wettelsheim besteht die Möglichkeit, Urnen unter einem Baum bestatten zu lassen (wahlweise ein Baum für Einzelurnen und ein Baum für zwei Urnen). Dabei handelt es sich um eine Naturbestattung. Das Abstellen von Blumenschalen oder anderen Erinnerungsstücken ist nicht gestattet.

  

Für die Nutzung der Friedhöfe sowie die Gestaltung der Grabstätten gelten folgende Regelungen: